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Was ist Diabetes?

Diabetes - Definition

Diabetes Mellitus ist eine Stoffwechselerkrankung, die zu einem erhöhten Glukosewert (Zucker) im Blut führt. Der Wert des Blutzuckers wird durch das Insulin reguliert, das von der Bauchspeicheldrüse produziert wird. Dieses Hormon verteilt die Glukose, die durch die Nahrung aufgenommen wird, an die Zellen im Körper. Bei einer Diabeteserkrankung kann der Pankreas entweder gar kein Insulin herstellen, oder nicht genug, sodass der Körper es nicht nutzen kann. Als Folge ist der Blutzuckerspiegel permanent erhöht. In diesem Blog beschreiben wir Ihnen die verschiedenen Arten von Diabetes und die Symptome, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten.


Arten von Diabetes

Diabetes tritt in vier Formen auf, wovon zwei chronisch sind und zwei reversibel sein können.


Chronische Formen von Diabetes

Diabetes Typ 1

Bei diesem Diabetestyp kann die Bauchspeicheldrüse kein Insulin produzieren und der Blutzuckerspiegel kann nicht reguliert werden. Früher wurde dieser Typ auch “insulinabhängiger Diabetes mellitus” gennant.


Diabetes Typ 2

Beim Diabetes Typ 2 sind die Körperzellen nicht fähig, das produzierte Insulin richtig zu verwenden. Hierdurch kann auch ein Mangel an bereits produziertem Insulin verursacht werden. Man spricht hier auch von Insulinresistenz.


Reversible Formen von Diabetes

Prädiabetes

Hierbei liegt der Blutzucker (Glukose) über dem Normalwert, aber nicht hoch oder nicht lange genug, um als Diabetes bezeichnet zu werden.


Gestationsdiabetes

Dieser Typ von Diabetes, der möglicherweise reversibel ist, tritt bei Schwangeren auf, die einen hohen Blutzuckerspiegel entwickeln, aber keine solchen Probleme vor der Schwangerschaft hatten. Normalerweise balanciert sich der Blutzuckerspiegel nach der Schwangerschaft wieder aus.


Die häufigsten Symptome von Diabetes

Diabetes Mellitus kann eine schleichende Krankheit sein. Anfangs können die Symptome so schwach sein, dass die betroffene Person oftmals nicht weiß, dass etwas nicht in Ordnung ist, bis die Krankheit fortschreitet, vor allem dann, wenn es sich um Diabetes Typ 2 handelt. Beim Diabetes Typ 1 allerdings können schwere Symptome auftreten, und das innerhalb nur weniger Tage oder Wochen. Allerdings gibt es diverse Symptome, die bei allen Arten von Diabetes häufig auftreten und als Warnzeichen gesehen werden sollten. Die häufigsten Symptome von Diabetes sind die folgenden:

Häufiger Harndrang: Der Körper versucht, den überschüssigen Blutzucker, der nicht aufgenommen werden kann, über den Urin ausscheiden.

Durst: Durch häufiges Urinieren wird Ihr Körper dehydriert und verlangt dadurch nach mehr Flüssigkeit. Das macht sich durch großen Durst bemerkbar.

Hunger: Durch die ausbleibende Insulinproduktion oder die Unfähigkeit, Insulin zu verwenden, wird den Zellen Energie und Glukose entzogen. Aus diesem Grund herrscht ein ständiges Hungergefühl.

Müdigkeit: Ohne die Fähigkeit, Insulin zu produzieren oder zu verwenden, kann die durch die Nahrung aufgenommene Glukose nicht zu den Zellen transportiert werden, um Energie zu gewinnen. Deshalb können Menschen, die an Diabetes leiden, ständig an Müdigkeit und Energielosigkeit leiden.

Gewichtsabnahme: Das Insulin kann den Zellen keine Glukose zur Energiegewinnung liefern, wodurch der Körper seine Energie aus anderen Quellen schöpfen muss. Der nächste Energielieferant ist das körpereigene Fett und die Muskelmasse. Deshalb nehmen viele Menschen mit einer Diabeteserkrankung deutlich an Gewicht ab, obwohl sie dasselbe essen, wie davor.

Verschwommenes Sehen: Der ständig wechselnde Flüssigkeitshaushalt in Ihrem Körper kann dazu führen, dass Ihre Augenlinsen ihre Form verändern und anschwellen, was sich in einer verschwommenen und unscharfen Sicht zeigt.

Trockene und juckende Haut: Menschen mit Diabetes neigen zu häufigem Harndrang, weil somit der überschüssige Zucker aus dem Körper ausgeschieden wird. Folglich kann auch die Haut austrocknen und Juckreize verursachen.

Hefeinfektion: Weil Zucker oder Glukose die Hauptnahrung für Hefe ist, sind Hefeinfektionen bei Menschen mit Diabetes keine Seltenheit.

Nervenschäden durch Durchblutungsstörungen: In späteren Phasen der Krankheit können die Betroffenen Nervenschäden erleiden, wodurch Wunden oder Schnitte entstehen können, die nicht mehr heilen können. Außerdem kann auch ein Taubheitsgefühl in den Füßen auftreten.


Ursachen und Risikofaktoren

Ursachen für Diabetes Typ 1

Der Diabetes Typ 1 kann bei Menschen jeden Alters auftreten, kommt aber vor allem bei Kindern vor. Diese Krankheit bedeutet, dass die Bauchspeicheldrüse kein Insulin (mehr) produzieren kann, und sie begleitet einen Menschen sein Leben lang. Der Auslöser für diesen Typ von Diabetes ist noch nicht genau bekannt, aber es wird vermutet, dass es sich um eine genetische Erkrankung handelt. Wenn nicht genetisch bedingt, kann der Auslöser eine Erkrankung des Pankreas oder eine andere seltene Infektion sein.


Ursachen für Diabetes Typ 2

Menschen, die am Diabetes Typ 2 leiden, sind meist Erwachsene über 40 Jahren, obwohl die Krankheit auch bei jüngeren Menschen auftreten kann. Bei diesem Typ von Diabetes kann die Bauchspeicheldrüse zwar Insulin produzieren, aber der Körper kann dieses nicht verwenden. Studien zeigen, dass die häufigste Ursache ein ungesunder Lebensstil mit Übergewicht, hohem Blutdruck, Bewegungsmangel, schlechter Ernährung mit zu viel Zucker und ungesunden Fetten, sowie Stress ist. Daneben kann die Krankheit aber auch genetisch veranlagt sein. Zudem können auch Prädiabetes und Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes) das Risiko auf Diabetes Typ2 erhöhen. Darüber hinaus sind Frauen mit dem polyzystischen Ovarialsyndrom (PCOS) ebenfalls dem Risiko für Diabetes Typ 2 ausgesetzt. Ferner ist auch ein zu hoher Cholesterinspiegel ein möglicher Risikofaktor.


Behandlungsmöglichkeiten

Blutzuckermessgerät: Es ist wichtig, den Blutzuckerspiegel täglich zu messen und das Gerät ständig in Reichweite zu haben.


A1C Test: Bei diesem Test wird der Durchschnitt des Blutzuckerspiegels in der letzten Zeitspanne gemessen, um zu sehen, ob evtl. etwas an der Therapie oder am Lebensstil geändert werden muss.


Insulin: Beim Diabetes Typ 1 ist eine lebenslange Insulintherapie vorgesehen. Unter Umständen kann dies aber auch auf den Diabetes Typ 2 oder auf Gestationsdiabetes (Schwangerschaftsdiabetes) zutreffen.


Einnahme von Medikamenten: Es gibt zwei Arten der Behandlung mit Medikamenten. Zum einen wird damit die Bauchspeicheldrüse stimuliert, um mehr Insulin zu produzieren. Zum anderen kann damit die von der Leber produzierte Glukosemenge verringert werden, um den Pankreas zu entlasten.


Pankreastransplantation: Wenn keine andere Therapieform mehr bei Diabetes Typ 1 wirkt, ist eine Pankreastransplantation oft die letzte Option für Patienten.


Lebensstil ändern

Gesunde Ernährung: Es wird bei jedem Typ von Diabetes geraten, sich eine gesunde Ernährung anzugewöhnen, die aus viel Obst und Gemüse, sowie aus komplexen Kohlenhydraten besteht. Zuckerhaltige Lebensmittel, raffinierte Kohlenhydrate, rotes Fleisch und Transfette sollten möglichst gänzlich gemieden werden.


Bewegung: Körperliche Bewegung ist wichtig für jeden, aber vor allem für Diabetiker. Hierdurch wird auf natürliche Weise der Blutzuckerspiegel gesenkt, die Zellen mit Energie versorgt, und die Insulinempfindlichkeit erhöht.

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